Wurzelbehandlung und Zahnunfall

Weshalb behandeln wir Wurzelkanäle ausschließlich mithilfe eines Dentalmikroskops?

Ganz einfach: wir möchten sehen, was wir behandeln.

Wenn ein Zahn schmerzt kann dies verschiedene Ursachen haben. Wir gehen dem Problem auf den Grund. Mikroorganismen infizieren das Zahninnere, ebenso geschieht es bei Zahnunfällen. Das Zahninnere wird verletzt und oft ist ein langfristiger Zahnerhalt, Schmerzfreiheit und der Wiederaufbau beschädigter Zähne nur auf der Basis einer perfekten Wurzelbehandlung zu erreichen. Das Mikroskop hilft uns, kleinste Details besser zu erkennen. Weil kleine Strukturen dem bloßen Auge verborgen bleiben, können Wurzelkanalbehandlungen vor allem im Seitenzahnbereich erst durch optische Vergrößerungen sicher durchgeführt werden.

Ist solch eine Wurzelbehandlung notwendig, dann nehmen wir uns reichlich Zeit für diesen komplexen Eingriff, der außer einer genauen gedanklichen Planung viel Fingerspitzengefühl und Sorgfalt benötigt. Neben dem Einsatz des Dentalmikroskops können wir durch 3-D Röntgen (DVT) bei Bedarf die Anatomie des Zahnes, also dessen inneren Aufbau, besser verstehen. Ein weiterer bedeutsamer Punkt sind unsere standardisierten Behandlungstechniken innerhalb unseres eingespielten Teams. Damit bieten wir Ihnen ein hohes Maß an Sicherheit, unterstützt durch die Anwendung innovativer Materialien und Instrumente.
Vielleicht haben Sie selbst schon einmal erfahren, dass eine Wurzelbehandlung nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat. Sie hatten weiterhin bzw. später erneut Schmerzen an Ihrem Zahn. Häufig sind im Wurzelkanalsystem verbliebene Mikroorganismen die Ursache, die in nicht entdeckten und demzufolge ungefüllten Hohlräumen überleben konnten. Eine mögliche, recht häufige Folge ist eine Knochenentzündung an der Wurzelspitze. Oftmals versucht man bei einem chirurgischen Eingriff das entzündete Gewebe und die Wurzelspitze zu entfernen (Resektion). Hierbei wird jedoch nicht die Ursache der Infektion beseitigt. Die Operation führt demnach nicht zuverlässig zu einer Besserung der Situation. Gelingt es jedoch, die insuffiziente Wurzelfüllung zu erneuern (Revision) und die bakterielle Besiedlung zu entfernen, dann wäre eine operative Entfernung der Wurzelspitze und eine Beschädigung des Zahnes vermeidbar. Sogar bereits resezierte Zähne können erhalten werden und sie landen nicht zwangsläufig in der Zange. Somit können wir auch hoffnungslos erscheinenden Zähnen eine Zukunft geben.

Wie läuft eine Wurzelbehandlung nach aktuellem Wissensstand ab?

Um eine Wurzelbehandlung mit hoher Erfolgsprognose durchzuführen, sind folgende Behandlungsschritte nötig. Nach örtlicher Betäubung und Kariesentfernung wird der Zahn mit einer bakteriendichten adhäsiven Füllung versorgt. Diese verhindert eine erneute Infektion und stützt die Zahnsubstanz. Damit bei der Therapie kein Speichel sowie Bakterien in den Zahn gelangen und keine Instrumente oder Spüllösungen aspiriert bzw. verschluckt werden, wird über den Zahn ein Gummituch (Kofferdam) gestülpt, der ihn von der Mundhöhle isoliert. Anschließend erfolgt die Präparation einer Zugangskavität zum Kanalsystem. Die Länge der Wurzelkanäle wird mit einer Röntgenaufnahme und einem elektrischen Messgerät bestimmt. Diese elektrometrische Längenbestimmung ermöglicht ein präziseres Ergebnis als eine Röntgenaufnahme, weil der Wurzelkanal oft nicht genau an der Wurzelspitze aus dem Zahn austritt. Da Wurzelkanäle häufig sehr eng und gekrümmt sind, werden hochflexible Stahl- bzw. Nickel-Titaninstrumente für die mechanische Reinigung und Aufbereitung genutzt. Diese stehen als Handinstrumente oder motorbetriebene Systeme zur Verfügung und bereiten das Kanalsystem optimal auf, indem sie es erweitern und gleichzeitig reinigen. Einige dieser Instrumente haben einen Durchmesser kleiner als 0,1mm. Die Kanäle werden zwischen und nach der Instrumentierung intensiv mit aktivierten Spüllösungen desinfiziert. Diese zusätzliche chemisch- physikalische Reinigung entfernt effizient das vorhandene Restgewebe, Späne und Bakterien. Es ist möglich, nach der Aufbereitung eine medikamentöse Einlage einzubringen, um eventuell noch vorhandene Bakterien zu beseitigen und die WKB in einer späteren Sitzung fortzusetzen. Abschließend erfolgt die Wurzelkanalfüllung mit einer geeigneten z.B. thermoplastischen Technik, um die Hohlräume dauerhaft bakteriendicht zu verschließen und eine erneute Infektion zu verhindern. Das Ergebnis der WKB wird mit Röntgenaufnahmen überprüft. Diese sollen in bestimmten Abständen wiederholt werden, um das Behandlungsergebnis zu kontrollieren. In der Regel gelangt man mit einer Sitzung bereits zum Ziel, selten genügen zwei Termine.

Gern übernehmen wir Sie als Patient/in im Auftrag einer Überweisung. Sprechen Sie über diese Behandlungsalternative mit Ihrem/er Zahnarzt/Zahnärztin oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie möchten gern mehr über das Thema Wurzelbehandlung erfahren?
Auf der Website www.erhaltedeinenzahn.de finden Sie aktuelle und umfangreiche Informationen zum Thema Wurzelbehandlung.

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